Provinzpop - aus St. Gallen

Das perfekte St. Galler Picknick

Oktober3

Die Vorbereitungen zum Wochenendausflug begannen diesmal schon am Donnerstag, als wir an der Straße zwischen Wittenbach und Lömmenschwil ein Schild mit dem verlockenden Angebot „Äpfel selber pflücken“ erblickten. Egal, ob Erdbeeren, Himbeeren oder Äpfel – wir sind bekennende Selbstpflücker. Das ist zwar ein wenig mühsamer, als das Obst bei Coop oder der Migros direkt in den Einkaufswagen zu legen, aber kann man die schönsten und süßesten Früchte nach Hause tragen. Und das zu einem Preis, den man im Supermarkt nicht einmal mit 50%-Aufkleber bekommen würde. Außerdem weiß man genau, bei wem das Geld bleibt und dass es sehr wahrscheinlich in die Äpfel vom nächsten Jahr investiert wird. Auf dem wunderschönen „Schäfli-Hof“ füllten wir also in freudiger Erwartung von leckerem Apfelmus und Kuchen unsere Körbe mit Booskop und Jonagold Red.

Heute habe ich dann einen Apfel-Aronia-Kuchen gebacken. Apfel ist schon klar, aber was zum … ist Aronia? Auch ich hatte einen Großteil meines Lebens in völliger Unwissenheit um die Aroniabeere (auch Schwarzbeere oder Apfelbeere) verbracht, das änderte sich jedoch schlagartig, als ich Leute kennenlernte, die Aroniapflanzen und -produkte verkaufen. Es handelt sich um eine kleine, dunkelviolette Beere mit einem bittersüßen Geschmack, die hauptsächlich zum Färben von Lebensmitteln verwendet wird. Und weil das Zeug ziemlich gesund ist (wegen der ominösen Antioxidantien), kann man es auch zu Saft, Sirup oder Konfitüre verarbeiten. Wie der Zufall es so wollte, hatte ich ein Glas Aronia-Konfitüre im Schrank. Also habe ich einen Mürbeteig gemacht, Äpfel geschält, halbiert, Kerngehäuse entfernt und die Apfelhälften mit Aronia-Konfitüre gefüllt. Dann kamen die Äpfel auf den Teig, noch ein Teig-Gitter drüber und fertig! Das Ergebnis sah dann so aus:

aronia-apfelkuchen

Und weil ich selten Kuchen backe, dachte ich, dass dieses Ereignis gebührend begangen werden muss und überredete meinem Mann zu einem Picknick. Als Neu-St. Georger (ja, wir wohnen jetzt im „Einheits-Schicht-Biotop“, wie ich heute im Kulturmagazin „Saiten“ lesen durfte) haben wir eine Menge Spazierwege direkt vor der Tür. Nochmal kurz zu den „Saiten“: Ich finde die ja wirklich gut, aber wenn die mich noch mal als eines von „zum Verwechseln ähnlichen Individuen“ bezeichnen, wandle ich mein Unterstützer-Abo nächstes Jahr in ein Normal-Abo um;-)

stgaller-picknick

Weil ich bald zu Kaffee aus der Thermoskanne und den selbstgebackenen Kuchen kommen wollte, kamen wir auf unserem Spaziergang nur bis zum Rütiweiher (na ja, muss wohl bald in Rütimoor umbenannt werden). Dort fanden wir am Bächli ein lauschiges Plätzchen fürs Picknick, ließen uns die Oktobersonne auf den Pelz scheinen und den Kuchen schmecken. Das ganze wurde untermalt vom Läuten der Kuhglocken, deren Trägerinnen auf der benachbarten Anhöhe friedlich weideten. Ein Bild für den Appenzeller-Kalender 2010, aber der ist sicher längst im Druck;-) Außerdem ja in St. Gallen, wir wollen mal die Kühe im Dorf lassen!

Provinzpop-Fazit: Ein perfektes Herbst-Picknick!

taro

Modische Verstrickungen

September30

Die Sommerpause bei Provinzpop ist nun endgültig vorbei, der Sommer ist es ja leider auch. Und obwohl uns der September noch mit vielen Sonnenstrahlen verwöhnt hat, fröstelt es mich doch schon, wenn ich abends auf den Balkon trete und sofort drängt sich der Gedanke nach warmer Kleidung auf. Denn was gibt es schöneres, als sich an einem kühlen Herbstabend in eine weiche, voluminöse Strickjacke zu kuscheln? Na ja, ausser vielleicht, sich in einer weichen, voluminösen Strickjacke vor dem Kamin zu räkeln… Das mit dem Kamin wird wohl vorerst ein Wunschtraum bleiben (bin froh, wenn unser Ofen Anfang November vom Restaurator kommt), aber die Strickjacke ist eine realistische Sache. Vor ein paar Monaten bin ich nämlich vom Strickvirus befallen worden, und seitdem bin ich um ein Top, ein Kleid, mehrere Handytaschen und einen Schal reicher.

Strick n Zeugs

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Openair Schlamm St. Gallen

Juni30

Eine junge Dame legt am Samstagnachmittag im innerstädtischen Denner-Markt eine Flasche Wasser auf den Tresen. „Zum Trinken oder zum Umfüllen?”, fragt die Kassiererin die verdutzte Käuferin. Am Openair St.Gallen zeigt sich, dass Discount-Preise und guter Service sich nicht ausschließen müssen, denn am Packtisch standen kostenlos frische 1,5-Liter PET Flaschen zum Umfüllen von Getränken zur Verfügung. Somit bewahrte die aufmerksame Kassierin unsere Festivalbesucherin vor einem überflüssigen Wasserkauf (ist ja schließlich kein Alkohol drin) und die Ansammlung von leeren Glasflaschen ließ erkennen, dass im Discounter bereits so mancher Jacky-Cola gemixt worden war;-)
open Air St.Gallen 1

Am vorigen Wochenende war es wieder einmal so weit, das Sittertobel vor den Toren St. Gallens war Schauplatz des jährlichen Open-Air-Festivals, welches für uns in diesem Jahr leider erst am Samstag Mittag begann. Auf der Suche nach Bier in PET-Flaschen (für die Orts-Unkundigen unter unseren Lesern: Plastikflaschen sind auf dem Festivalgelände gestattet, Glas oder Alu jedoch nicht) kam bereits in der Innenstadt Open Air Feeling auf, denn auffällig viele Gummistiefelträger liefen durch die Gassen. Da es Freitagnacht anfing ausgiebig zu regnen, konnte das Festival nach einigen Jahren der Trockenheit wieder seinem Ruf als “Open Schlamm” gerecht werden. Der Zustand der Stiefel und der Restbekleidung von den Festivalbesuchern ließ uns kurz zweifeln, ob wir unseren vorsoglich angezogenen Wanderschuhen das Sittertobel wirklich zumuten könnten, zumal es noch immer in Strömen goss. Aber die Chance, noch ein Paar des begehrten Schuhwerks aus Gummi zu ergattern, war sowieso verschwindend gering, also blieb nur der Härtetest für Meindl und Co. Mit dem obligatorischen „Schützengarten“ bewaffnet ging es dann ans Festivalgelände…
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Sonntag auf dem Flohmarkt

Juni7

Auf der Liste der beliebtesten Wochenendbeschäftigungen hat der Ausflug zum Flohmarkt bei mir schon immer einen festen Platz inne.  Dass ich damit nicht allein bin, zeigte sich heute mal wieder in Gossau beim Floh- und Sammlermarkt.

Flohmarkt in St Gallen / Gossau

Als wir kurz nach Marktbeginn (übrigens um 9.00 Uhr, eine für Flohmärkte sehr humane Zeit) im Gossauer Zentrum ankamen, hatten wir echte Mühe, einen freien Parkplatz zu finden. In und um die Markthalle einschließlich der angrenzenden Bundwiese waren ca. 100 Stände aufgebaut, an denen von echten Antiquitäten bis zu echtem Ramsch so ziemlich alles angeboten wurde. Allerdings nur kleinere Objekte, alte Möbel z.B. suchte man leider vergeblich. Aber der Andrang der Schau- und Kauflustigen war auch ohne das groß, an manchen Ständen hatte man Mühe, auch nur einen Blick auf die Ware zu erhaschen. Die “Boutiquen” unter den Marktständen waren vor und in der Markthalle zu finden, dort boten die Händler altes Geschirr und Gebrauchsgegenstände, Uhren, Schmuck, Bilder, Taschen und viele Sammlerobjekte feil. Mir hatten es ja besonders die wunderschönen alten Telefone angetan, aber bei einem Preis ab 200 Franken aufwärts waren sie mir dann doch etwas zu teuer als Dekorationsstücke.
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Sonntagsbrunch: Stars & Stripes

Mai25

Diesen Monat wollten wir gerne die gute Erfahrung vom Sonntagsbrunch im Hotel Dom wiederholen und suchten darum ein weiteres Lokal mit Brunchbuffet aus. Unsere Wahl fiel auf das Stars  & Stripes, eine American Bar und Restaurant, mitten in St. Gallen am oberen Graben gelegen. Dort können Hungrige jeden Sonntag von 10.30 bis 14.00 ein Brunchbuffet a là discretion für 32,50 SFr bekommen.

Brunchbuffet im American Stars and Stripes St. Gallen

Die Tischbestellung klappte auch am Sonntagmorgen noch problemlos - und wir wären sicher auch ohne Reservation noch zu unserem Brunch gekommen, denn das Stars and Stripes war nur etwa zu einem Drittel belegt, als wir gegen 12.00 eingetroffen sind. Dieses mal waren wir cleverer und buchten zu einem späteren Zeitpunkt, um ein wenig mehr Appetit anzusammeln. Wir entschieden uns für einen Platz auf der Terrasse aber im Schatten, denn es versprach ein heißer Tag zu werden. Mit etwa 30 Grad im Schatten kam dann auch schnell echtes Südstaatenfeeling auf! Darunter litt auch leider das Buffet etwas (der Salat war leicht welk und der Käse schwitzte leise vor sich hin).

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