Februar26
Ich bin ja kein Wintersportler. Ich bevorzuge Temperaturen über Null, um mich im Freien sportlich zu betätigen. Deshalb habe ich in den vergangenen 3 Wochen ganz schön gelitten. Aber heute Abend zeigte das Quecksilber (hat eigentlich noch jemand ein Quecksilberthermometer?) sensationelle 3,5°C, also habe ich mal wieder die Laufschuhe geschnürt. Ich laufe zwar langsam, aber dafür leidenschaftlich gern. Wenn ich erst einmal den inneren Schweinehund überwunden habe, vergeht nach den ersten 3 Kilometern auch das Ziehen in den Oberschenkeln, das Pfeifen in der Lunge und vor allem das Brummen im Kopf, das sich bei mir nach einem stressigen Arbeitstag schon mal entwickeln kann. Eine schöne Leere und Leichtigkeit stellt sich ein, bei der ich nur noch an den nächsten Schritt denke, ganz besonders, wenn es bergauf geht;-) Noch ist es zwar recht winterlich, aber ich glaube fest daran, dass das Frühjahr nicht mehr fern ist, immerhin ist am kommenden Sonntag der 1. März und damit meteorologischer Frühlingsanfang. Ich freue mich schon darauf, in Zukunft wieder häufiger meine lieb gewonnenen Runden zu drehen und neue Strecken zu entdecken. Hier nun meine Tipps für Laufbegeisterte und die, die es werden wollen:
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Februar20
Das war mit Abstand der dämlichste Satz, den ich heute gehört habe, und zwar bei der Nachlese zu den Swiss Music Awards. Abgesondert wurde er gestern von Sido, dem Aggro-Rapper aus Berlin, auf ebendieser Veranstaltung. Im Grunde habe ich von Sido auch keine rhethorischen Wunder erwartet, aber zumindest ein wenig geografisches Grundwissen. Offenbar hat er in “seinem Block” nicht nur nicht singen gelernt, sondern auch nie Erdkunde gehabt. So kann ich z.B. sagen: “St. Gallen ist meine Lieblingsstadt in der Schweiz”, aber nicht: “St. Gallen ist mein Lieblingsland auf der ganzen Welt”. Ich bin selbst in der Nähe von Berlin aufgewachsen und möchte mich deshalb für die Unwissenheit meines Landsmannes in Bezug auf das Nachbarland Schweiz entschuldigen. Aber ich lade Sido herzlich nach St. Gallen ein und bin gern bereit, ihm bei einem Rundgang durch die Stiftsbibliothek den Unterschied zwischen Stadt und Staat zu erklären. Aber natürlich nur, wenn er dann auch ein Konzert in einer der phantastischen St.Galler Locations gibt!
(taro)
Januar20
Viele Leute haben sicher schon mal etwas über St. Gallen gehört – allen voran die Kunsthistoriker, Wirtschaftswissenschaftler, Musikfreunde, Bratwurstliebhaber und St. Galler unter Euch. Wir möchten gern eine Seite gestalten, auf der natürlich das Weltkulturerbe, die Uni, das Open Air und die OLMA eine Rolle spielen, aber auch die vielen anderen Seiten von St. Gallen. Mit Fotos, kleinen Geschichten, Notizen zu aktuellen Themen, Kultur- und Veranstaltungstipps wollen wir zeigen, was in und um die Stadt los ist.
Für alle, die bisher noch nichts von St. Gallen gehört haben, hier eine kurze Vorstellung: St. Gallen liegt in der Ostschweiz und ist Hauptort des gleichnamigen Kantons. Mit dem Auto kann man sportivem Fahrstil und guter Verkehrssituation in jeweils einer halben Stunde Österreich, Deutschland oder Liechtenstein erreichen. Wenn man auf einen der beiden Hausberge (den Freudenberg oder den Rosenberg) steigt und gutes Wetter hat, sieht man im Norden den Bodensee und im Süden die Ausläufer der Alpen. Gutes Wetter ist allerdings eher ein Glücksfall, aber dazu später. Bekannt ist St. Gallen für den Stiftsbezirk (das besagte Weltkulturerbe), die HSG (Uni für Wirtschaftswissenschaften), eines der größten Open Air Festivals und den ältesten Fussballclub der Schweiz, die Ostschweizer Landwirtschaftsmesse OLMA, die beste Kalbsbratwurst und eine Stadtplanung, die manchmal an die Schildbürger erinnert (auch dazu später;-) Hier leben etwa 75.000 Menschen, das sind nicht gerade viele, aber es reicht, um St. Gallen zur größten Stadt im Umkreis von 50 km zu machen.
Also – herzlich willkommen in der kleinen Metropole! Wir wollen Euch zeigen, dass auch die Provinz ein bisschen Popkultur zu bieten hat. Und wer mehr erfahren will, sollte in Zukunft öfter auf provinzpop vorbeischauen!