Openair Schlamm St. Gallen
Eine junge Dame legt am Samstagnachmittag im innerstädtischen Denner-Markt eine Flasche Wasser auf den Tresen. „Zum Trinken oder zum Umfüllen?”, fragt die Kassiererin die verdutzte Käuferin. Am Openair St.Gallen zeigt sich, dass Discount-Preise und guter Service sich nicht ausschließen müssen, denn am Packtisch standen kostenlos frische 1,5-Liter PET Flaschen zum Umfüllen von Getränken zur Verfügung. Somit bewahrte die aufmerksame Kassierin unsere Festivalbesucherin vor einem überflüssigen Wasserkauf (ist ja schließlich kein Alkohol drin) und die Ansammlung von leeren Glasflaschen ließ erkennen, dass im Discounter bereits so mancher Jacky-Cola gemixt worden war;-)

Am vorigen Wochenende war es wieder einmal so weit, das Sittertobel vor den Toren St. Gallens war Schauplatz des jährlichen Open-Air-Festivals, welches für uns in diesem Jahr leider erst am Samstag Mittag begann. Auf der Suche nach Bier in PET-Flaschen (für die Orts-Unkundigen unter unseren Lesern: Plastikflaschen sind auf dem Festivalgelände gestattet, Glas oder Alu jedoch nicht) kam bereits in der Innenstadt Open Air Feeling auf, denn auffällig viele Gummistiefelträger liefen durch die Gassen. Da es Freitagnacht anfing ausgiebig zu regnen, konnte das Festival nach einigen Jahren der Trockenheit wieder seinem Ruf als “Open Schlamm” gerecht werden. Der Zustand der Stiefel und der Restbekleidung von den Festivalbesuchern ließ uns kurz zweifeln, ob wir unseren vorsoglich angezogenen Wanderschuhen das Sittertobel wirklich zumuten könnten, zumal es noch immer in Strömen goss. Aber die Chance, noch ein Paar des begehrten Schuhwerks aus Gummi zu ergattern, war sowieso verschwindend gering, also blieb nur der Härtetest für Meindl und Co. Mit dem obligatorischen „Schützengarten“ bewaffnet ging es dann ans Festivalgelände…
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