Provinzpop – aus St. Gallen

Madmusic – Pop aus St. Gallen

April5

Vor einigen Tagen lernte ich beim St. Galler Blogstammtisch ein paar andere Blogger aus unserer schönen “Nebelstadt” und der Umgebung (ja, auch der weiteren) kennen. Einer davon war Mathias a.k.a. Madial – neben seinem Blog hat er auch eine kleine Webseite namens www.madmusic.ch. Dort geht es, wer hätte das gedacht – um Musik. Madials Musik, genauer gesagt – denn wenn er nicht gerade als Tonmann für Filmproduktionen unterwegs ist, macht er Popmusik vom Feinsten. Dankenswerterweise gibt es dort die Stücke auch als Mp3-Download in voller Länge.

Wer auf gut produzierte Popmusik steht, sollte auf alle Fälle einmal reinhören. Außerdem hat Mathias einige Kollaborationen mit deutschen und Schweizer Musikern gemacht. Etwas aus dem ansonsten locker-leichten Rahmen fallen die Songs “Demon” und Recyclingplastiktüten. Beim zweiten Stück scheint den gebürtigen St. Galler die Fashion-Victim-Flaniermeile am Rorschacher Hafen als Inspirationsquelle gedient zu haben :-)

Anspieltipp: Alone, Probieren, Recyclingplastiktüten, Demon

(maro)

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St. Gallen rockt

März12

Ja, und zwar nicht nur im übertragenen Sinne. Mindestens einmal im Jahr wird auch ganz in echt gerockt – und zwar am Open Air. Dieses Jahr wird das Musikereignis der Stadt (nun, Klassikfans mögen das anders sehen;-) vom 26.-28. Juni stattfinden und gestern ist das Line-up bekannt gegeben worden. Viele Stars und Sternchen am Rock-und Pop-Himmel werden sich im Sittertobel das Mikro in die Hand geben: NIN (cool!), Nick Cave & The Bad Seeds (yeah!), Jan Delay (ho!), Farin Urlaub (geil!) und Gimma (gimmaaa!) sind meine Favoriten, aber im diesjährigen Programm findet sich sicher für jeden etwas passendes. Und wenn am Neumarkt wieder diese praktischen Schützengarten-Grosspackungen direkt von der Palette verkauft werden, dann ist Megastimmung garantiert ;-) Wir sind auf jeden Fall dabei!

Übrigens, das Open Air hat jetzt auch ein Blog. Auf der Seite gibt es momentan in unregelmäßigen Abständen Einträge, aber zum Open Air ist dann lückenlose Berichterstattung geplant. Die Blogger wurden vor einiger Zeit per Wettbewerb gesucht und gefunden. Wir hatten diese Aktion leider völlig verschlafen, worüber wir uns auch gehörig geärgert haben. Der Blogger-Job ging an Raphaela und Antonio, die mit ihren Texten zum Thema “Open Air und Winter” die Jury überzeugen konnten. Mich haben sie bislang noch nicht ganz überzeugt, aber was nicht ist, kann ja bis zum Juni  noch werden. Und wenn nicht – wir machen Euch das inoffizielle Open Air Blog!

Hauptsache, Gimma kommt!

(taro)

Musik-Tipp: Blue

März4

Gibt es ein Tool, mit dem man seine Bookmarks auf tote Links kontrollieren kann? Dieser Gedanke kam mir heute beim Aufräumen der gesammelten Link-Werke im Firefox-Browser. Man kennt das, viele Links greifen nach ein paar Monaten, seltener nach ein paar Jahren ins Leere und befördern 404er zu Tage. Bei einem Bookmark, was ich vor rund 3 Jahren angelegt habe, kam aber tatsächlich immer noch ein Ergebnis. Es war die Sounddatei “Blue” von der Gruppe Adi Lukovac i Ornamenti. Ein Stück, was ich damals durch Zufall fand, und was mich faszinierte. Es gibt Musikstücke, die lassen sich einfach nicht einordnen – Aber sie bringen eine bestimmte Saite in Dir zum klingen.

Keine Ahnung, was die Jungs aus Bosnien Herzegovina dort singen, aber es klingt verdammt emotional. Hier wird alles zusammengeworfen, was einen großen Track ausmacht. Kitsch, Verzweiflung, Noise, keine Ahnung – man kann es einfach nicht beschreiben. Der Radiosender FM4 hat es trotzdem versucht:

“Their music drives the force from combining traditional instruments and ethno sounds with modern but dark breakbeat rhythms comprising the elements of apocalyptic (post) war experiences.” (Quelle)

Es gibt zwei Alben von Adi Lukovac i Ornamenti Pomjeranja (1999) und Fluid (2001). Das Stück “Blue” findet man auf keinem der Alben – auch kann ich mich mit den meisten anderen Stücken leider nicht recht anfreunden (“Fall” auf der Fluid-Scheibe ist noch recht gut). Die einzige Veröffentlichung (von diversen mp3-Portalen einmal abgesehen) von Blue ist auf dem reichlich schrägen Sampler “Nepopularni singlovi / Unpopular Singles” zu finden. Dort gibt es auch ein zweites Stück von Adi Lukovac ohne Ornamenti namens “Hazurila“. Aber das Lied bleibt ein Ausnahmestück in meinen Augen – leider nicht mehr wiederholbar, denn Adi Lukovac starb 2006 bei einem tödlichen Autounfall. R.I.P.

(maro)

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