Provinzpop – aus St. Gallen

Winter und kein Ende

Februar19

Über das Wetter reden macht ja immer Spaß. Heute muss ich meinem Ärger über den fortwährenden Winter etwas Luft machen. Hach, vor zwei Jahren – was war das schön. Im Februar schon nette Temperaturen, gut die Saison für die Ski-Gebiete im Eimer – aber Frühlingsgefühle! Am ersten April konnte man den ersten Anbader oben auf drei Weieren begucken… Alle Welt redete vom Klimawandel und es würde ja nie wieder vernüftige Winter geben. Letztes Jahr war ein durchwachsener Winter, aber der Klimawandel kommt! Sicher, irgendwann.

Dieses Jahr ist alles anders. Die Finanzkrise sorgt nicht nur seit Monaten für frostige Zeiten auf dem Börsenparkett, nein sie ist sicher auch Schuld am ewig langen Winter (gefühlte 6 Monate!) – gut, dass die Preise für Heizöl im Keller sind, dann würden wir nicht nur darüber jammern, dass unsere Autos falsch parkiert und abgeschleppt werden. Nein, dann hätte der Anstieg der Temperatur in der Wohnstube das sofortige Schrumpfen des Geldbeutels zur Folge. So aber klagt man halt über den beissenden Frost. Schlimmer noch, die Bauern im Appenzeller Land haben überlaufende Güllegruben, las ich heute im Tagblatt. Warum? Weil im Oktober vergessen wurde, nochmal den ganzen Sch… aufs Feld zu fahren (“Kann man ja nicht mit rechnen, dass im November schon Winter ist“). Also, bitte lieber Petrus – beschere uns besseres Wetter, sonst versinkt Appenzell in brauner Brühe und wir gehen von der Winterkälte direkt in die Frühjahrsdepression :-)

(maro)

19780 Franken für Kontrollschild

Februar18

19′780.00 CHF, soviel hat am 11. Februar ein Auktionsteilnehmer bezahlt. Nein, nicht für ein neues Auto, sondern für ein neues (bzw. schon altes) Kontrollschild des Kantons St. Gallen. Ja, richtig gelesen! Für das Schild SG 532 bezahlte ein Rheintaler aus Au knapp 20000 Stutz. Der Jungunternehmer verbinde eine ganz besondere Beziehung zu der Nummer 532 und er sei sogar bereit gewesen, noch mehr zu bezahlen, verriet er dem Tagblatt.

Möglich gemacht wurde die lukrative Einnahmequelle für das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St.Gallen (StVA) durch eine Auftrag des Kantonsparlaments, wonach attraktive Schilder nicht mehr beliebig weitergegeben werden können. Stattdessen werden sie im Internet versteigert. Ein- bis vierstellige Autonummern können jetzt im Kanton St.Gallen nur noch direkt in der Familie “vererbt” werden. Wer also bisher auf ein lukratives Händel mit alten Kontrollschildern gehofft hat, wird nun leider leer ausgehen. Aber darf sich trösten, das er oder sie bei Aufgabe eines vierstelligen Kontrollschilds in Zukunft das Stadtsäckel etwas füllt :-)

(maro)

Döner – in viele gluschtige Variante…

Februar11

Dass ich einmal das Chääsblatt, äh Tagblatt empfehlen würde, hätte ich ja nie gedacht. Aber in Zeiten der Wirtschaftskrise läuft vieles anders. Es geht um’s Essen, genauer gesagt, um den Döner Kebap. Ihr wisst schon, diese grossen Fleischspiesse, von denen mit einem riesigen Messer kleine Stücken abgeschnitten werden, die der freundliche Dönermann dann mit Gemüse und (scharfer) Sauce in eine Brottasche verpackt. Wenn Ihr auch ein wenig sparen wollt und Euch statt des Restaurants für einen Besuch im Döner-Imbiss entscheidet, hier ein kleiner Tipp:

Im Tagblatt, unser aller Tageszeitung, gibt es in der Rubrik “Essen & Trinken” eine Serie mit dem passenden Namen “Mit Scharf”. Dort werden Dönerläden der Region vorgestellt und ein kleiner Eindruck von den Betreibern und den Spezialitäten vermittelt. Also lest und überlegt, wo Ihr Euch den nächsten Döner, Dürum oder Lahmacum einverleiben werdet.

Tagblatt – “Mit Scharf

Und für alle, die von Döner nicht genug bekommen können:

Dönertier

taro

Weckdienst für 40 Franken

Februar9

Schon mal um 5 Uhr in der Früh von der netten StaPo aus dem Schlaf geklingelt worden? Wenn ihr diese Frage mit JA beantworten könnt, dann wisst ihr, wie ich mich heute früh um 5.04 Uhr gefühlt habe, als zwei Herren in Uniform Sturm geläutet haben. Und das kam so:

In der Nacht vom Sonntag auf Montag hat es einige Zentimeter Neuschnee gegeben. Wer dachte, der Föhn der letzten Woche wäre ein Zeichen des herannahenden Frühlings, wurde so eines besseren belehrt. Das ist natürlich erst einmal nur etwas ärgerlich für Autolenker, da diese am Morgen vor dem Weg zur Arbeit ihr Wägelchen vom Schnee befreien müssen. Nun gibt es aber in St. Gallen eine große Ausfallstraße, die bei Schneefall geräumt werden muss, da ansonsten die Straßenbahn nach Trogen nicht mehr vorwärts kommt. Wer sein Auto auf den blaue-Zone-Parkplätzen an dieser Strasse über Nacht abstellt, hat dann ein Problem. Denn wenn geräumt werden soll, wird der eigentlich legale Parkplatz zum Halteverbot – ab 4 Uhr in der Früh. Damit der Weg frei wird, kommt dann ein Abschleppwagen und entfernt die Fahrzeuge, die nicht bis 3.59 Uhr das Weite, bzw. einen “sicheren” Parkplatz sucht haben.

winterdienst

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