Juni7
Auf der Liste der beliebtesten Wochenendbeschäftigungen hat der Ausflug zum Flohmarkt bei mir schon immer einen festen Platz inne. Dass ich damit nicht allein bin, zeigte sich heute mal wieder in Gossau beim Floh- und Sammlermarkt.

Als wir kurz nach Marktbeginn (übrigens um 9.00 Uhr, eine für Flohmärkte sehr humane Zeit) im Gossauer Zentrum ankamen, hatten wir echte Mühe, einen freien Parkplatz zu finden. In und um die Markthalle einschließlich der angrenzenden Bundwiese waren ca. 100 Stände aufgebaut, an denen von echten Antiquitäten bis zu echtem Ramsch so ziemlich alles angeboten wurde. Allerdings nur kleinere Objekte, alte Möbel z.B. suchte man leider vergeblich. Aber der Andrang der Schau- und Kauflustigen war auch ohne das groß, an manchen Ständen hatte man Mühe, auch nur einen Blick auf die Ware zu erhaschen. Die “Boutiquen” unter den Marktständen waren vor und in der Markthalle zu finden, dort boten die Händler altes Geschirr und Gebrauchsgegenstände, Uhren, Schmuck, Bilder, Taschen und viele Sammlerobjekte feil. Mir hatten es ja besonders die wunderschönen alten Telefone angetan, aber bei einem Preis ab 200 Franken aufwärts waren sie mir dann doch etwas zu teuer als Dekorationsstücke.
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Mai16
Einen Mittelalter-Markt kann man auf zwei Arten machen. Entweder es wird ein Platz in der Stadt freigeräumt, oder eine Burg gemietet, ein Zaun errichtet, Eintritt verlangt und es tauchen die Stände von professionellen „fahrenden Händlern“ auf, dazu ein paar Fressbuden und eine gemietete Band spielt mittelalterliche Musik. Oder aber veranstaltet einen richtigen Markt, macht sich im Vorfeld Gedanken, nimmt keinen Eintritt, bezieht die Gemeinde und ansässigen Händler ein und schafft vor authentischer Kulisse tatsächlich so etwas wie einen Mittelaltermarkt.

Zweites hat von Samstag, 16. bis Sonntag, 17. Mai die Stadt Rheineck bei St. Gallen geschafft. Die gesamte Altstadt stand im Zeichen des ersten Mittelaltermarktes der Region. Ab 10 Uhr begann das Markt-Treiben, richtig los ging es aber um Punkt 12, als der Einzug des Werdenbergers (der von Kaiser Ludwig IV. das Marktrecht für Rheineck zugestanden bekommen hatte) mit seinem Gefolge vor dem Rathaus zelebriert wurde. Es folgte eine Rede, in der an das 1340 vergebene Marktrecht von Rheineck erneuert wurde, mit Verlesung des Marktrechts und anschließender Festtafel. Das ganze Spektakel wurde als Theaterstück dargeboten und bezog das Publikum an einigen Stellen mit ein. Rest vom Artikel lesen »
April22
Langeweile, keine Ahnung, wohin und noch keine Pläne fürs Wochenende? Kein Problem, Provinzpop hilft, denn am kommenden Wochenende steppt der St. Galler Bär! Es sind einige interessante Veranstaltungen geplant, die auch eingefleischte Stubenhocker mal für ein paar Stunden rauslocken sollten. Zuerst einmal findet am Freitagabend ab 20.00 Uhr das Honky Tonk Festival statt. Als Ex-Leipzigerin habe ich schon viele Honky Tonks mitgemacht, und deshalb freue ich mich, dass ich auch hier in St. Gallen ein Bier in die Hand und ordentlich Musik auf die Ohren bekomme. Das Leipziger Honky Tonk ist mit 130 Bands inzwischen das größte Kneipenfestival Europas, aber auch St. Gallen muss sich mit 37 Bands in 32 Lokalen nicht verstecken! Viel Spaß und die Ohrstöpsel nicht vergessen!
Wer am Samstag früh rechtzeitig aus den Federn kommt, kann gleich mit dem nächsten Festival weitermachen - etwas leiser, aber das ist vielleicht auch ganz gut nach der vielen Musik. Von 9.00 Uhr früh bis 1.00 Uhr nachts kommen Literaturfans bei Literaturfest Wortlaut auf ihre Kosten. An 20 verschiedenen Veranstaltungsorten gibt es Lesungen, Hörspiele, Texte und Musik und sogar die Entstehungsgeschichte eines Bilderbuchs.
Weil ein bisschen Kunst noch niemandem geschadet hat, und etwas Stil sowieso nicht, sei hier noch die Art & Style 2009 empfohlen. Die Messe für internationale Trends in Kunst und Design findet vom 24.-26. April in der Messehalle 3.1 auf dem OLMA-Gelände statt. Über 40 Aussteller zeigen Malerei, Skulpturen, Möbeldesign, Keramik, Schmuck, Grafik, Fotografie und mehr! Der Eintritt ist übrigens frei.
Und wem das alles hier zuviel mit Kunst und Kultur zu tun hat, der kann einfach zu den Vorarlberger Nachbarn fahren. In Feldkirch gibt es von Freitag bis Sonntag die Vinobile 2009. Für 15 Euro pro Tag könnt Ihr Weine und Käse degustieren, oder wie sagte gleich meine Arbeitskollegin: “15 Euro zahlen und saufen bis zum Umfallen!”
Schönes Wochenende!
taro
März29
Was tun an einem verregneten Sonntag in SanGalle? Eine Antwort wäre - Frühstück im Bett und einfach liegen bleiben. Aber irgendwie wäre es dann doch schade um den ungenutzten freien Tag. Eine gute Alternative zum Faulenzen an trüben, kalten Tagen ist ein Besuch im Museum oder einer Ausstellung. Die Räumlichkeiten sind meist gut geheizt und außerdem gibt es was zu sehen;-)

Im Kunstmuseum St. Gallen läuft gerade die Ausstellung “Emotions” des bulgarischen Konzeptkünstlers Nedko Solakov. Da wir uns mit Gegenwartskunst aus Bulgarien überhaupt nicht auskennen, entschieden wir uns, eine Führung durch die Ausstellung mitzumachen. “Emotions” ist die erste große Ausstellung des Künstlers im deutschsprachigen Raum und ein Gemeinschaftsprojekt mit den Kunstmuseen in Bonn und Darmstadt. St. Gallen ist nach Bonn die zweite Station, wo Solakovs Werke präsentiert werden. Rest vom Artikel lesen »
Februar8
Es gibt einige interessante Veranstaltungsorte in St. Gallen, einer davon ist ohne Zweifel das Palace. Wenn man das ehemalige Kino am Blumenbergplatz betritt, fühlt man sich sofort in der Zeit zurückversetzt: ein Kassenschalter, zwei Aufgänge zum Balkon, Sitzreihen mit roten Plüschsesseln – das Palace entspricht genau dem Bild, was ich von einem Filmtheater im Kopf habe. Aber anstatt der Filmplakate von Casablanca oder Vom Winde verweht hängen im Foyer überall Veranstaltungspläne und die frühere Kasse gibt heute den Blick auf die Bar frei. Das Palace ist in der Gegenwart angekommen – Kinos sehen heute, leider Gottes, anders aus, sind größer, greller, lauter und verkaufen in erster Linie Produkte des Coca-Cola-Konzerns;-)
Im Palace gibt es also keine Filme mehr, aber dafür Konzerte, Lesungen und Podiumsdiskussionen. Am vergangenen Freitag hatte sich Besuch aus England und USA angesagt: Selfish Cunt und Crystal Stilts, zwei ziemlich unterschiedliche Bands, gaben sich die Ehre und je ein Konzert.
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