Provinzpop – aus St. Gallen

Pop und Hopp!

Juni16

Pünktlich zur Fussball-WM ist Provinzpop zurück. Nicht, dass uns jemand vermisst hätte, aber wir haben trotzdem eine Menge neuer Ideen und einige Projekte für die nächsten Wochen geplant. So haben wir ein Experiment vor (so ähnlich wie der Bio-Monat) und es wird in Zukunft ein paar Special-Interest-Rubriken im Blog geben.

Aber erst einmal ist WM und heute Nachmittag spielt die Schweizer Nati. Ich drücke ganz fest die Daumen, obwohl ich zugeben muss, dass ich beim 50-Rappen-Tippspiel bei uns in der Firma doch auf Spanien gesetzt habe. Aber bei den größtenteils ernüchternden Auftritten der favorisierten Mannschaften (a.k.a. Favoritensterben) hat die Schweiz vielleicht doch eine Chance… Was ist das eigentlich für eine Weltmeisterschaft, wenn die Brasilianer auf dem Platz herumstehen wie die Ölgötzen, der amtierende Weltmeister sich nur mit Mühe und Not und üblem Geholze in ein Unentschieden gegen Paraguay retten kann und der bislang attraktivste Fussball von der Mannschaft mit dem Adler auf der Brust gespielt wird?

Da ist doch mehr drin! Also, Hopp Schwiiz!!!

PS: Wer die Nase voll von den ewig gleichen Spielberichten über die WM hat, dem können wir guten Gewissens zwei “alternative” Berichterstatter ans Herz legen. Zum einen Spreeblick mit den Spielbetrachtungen von Frédéric Valin, sowie zum anderen das unfassbar kompetenzfreie WM-Tagebuch.

Taro

Sonntag auf dem Flohmarkt

Juni7

Auf der Liste der beliebtesten Wochenendbeschäftigungen hat der Ausflug zum Flohmarkt bei mir schon immer einen festen Platz inne.  Dass ich damit nicht allein bin, zeigte sich heute mal wieder in Gossau beim Floh- und Sammlermarkt.

Flohmarkt in St Gallen / Gossau

Als wir kurz nach Marktbeginn (übrigens um 9.00 Uhr, eine für Flohmärkte sehr humane Zeit) im Gossauer Zentrum ankamen, hatten wir echte Mühe, einen freien Parkplatz zu finden. In und um die Markthalle einschließlich der angrenzenden Bundwiese waren ca. 100 Stände aufgebaut, an denen von echten Antiquitäten bis zu echtem Ramsch so ziemlich alles angeboten wurde. Allerdings nur kleinere Objekte, alte Möbel z.B. suchte man leider vergeblich. Aber der Andrang der Schau- und Kauflustigen war auch ohne das groß, an manchen Ständen hatte man Mühe, auch nur einen Blick auf die Ware zu erhaschen. Die “Boutiquen” unter den Marktständen waren vor und in der Markthalle zu finden, dort boten die Händler altes Geschirr und Gebrauchsgegenstände, Uhren, Schmuck, Bilder, Taschen und viele Sammlerobjekte feil. Mir hatten es ja besonders die wunderschönen alten Telefone angetan, aber bei einem Preis ab 200 Franken aufwärts waren sie mir dann doch etwas zu teuer als Dekorationsstücke.
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1. Mittelaltermarkt in Rheineck

Mai16

Einen Mittelalter-Markt kann man auf zwei Arten machen. Entweder es wird ein Platz in der Stadt freigeräumt, oder eine Burg gemietet, ein Zaun errichtet, Eintritt verlangt und es tauchen die Stände von professionellen „fahrenden Händlern“ auf, dazu ein paar Fressbuden und eine gemietete Band spielt mittelalterliche Musik. Oder aber veranstaltet einen richtigen Markt, macht sich im Vorfeld Gedanken, nimmt keinen Eintritt, bezieht die Gemeinde und ansässigen Händler ein und schafft vor authentischer Kulisse tatsächlich so etwas wie einen Mittelaltermarkt.

mittelaltermarkt

Zweites hat von Samstag, 16. bis Sonntag, 17. Mai die Stadt Rheineck bei St. Gallen geschafft. Die gesamte Altstadt stand im Zeichen des ersten Mittelaltermarktes der Region. Ab 10 Uhr begann das Markt-Treiben, richtig los ging es aber um Punkt 12, als  der Einzug des Werdenbergers (der von Kaiser Ludwig IV. das Marktrecht für Rheineck zugestanden bekommen hatte) mit seinem Gefolge vor dem Rathaus zelebriert wurde. Es folgte eine Rede, in der an das 1340 vergebene Marktrecht von Rheineck erneuert wurde, mit  Verlesung des Marktrechts und anschließender Festtafel. Das ganze Spektakel wurde als Theaterstück dargeboten und bezog das Publikum an einigen Stellen mit ein. Rest vom Artikel lesen »

Wochenendtipps

April22

Langeweile, keine Ahnung, wohin und noch keine Pläne fürs Wochenende? Kein Problem, Provinzpop hilft, denn am kommenden Wochenende steppt der St. Galler Bär! Es sind einige interessante Veranstaltungen geplant, die auch eingefleischte Stubenhocker mal für ein paar Stunden rauslocken sollten. Zuerst einmal findet am Freitagabend ab 20.00 Uhr das Honky Tonk Festival statt. Als Ex-Leipzigerin habe ich schon viele Honky Tonks mitgemacht, und deshalb freue ich mich, dass ich auch hier in St. Gallen ein Bier in die Hand und ordentlich Musik auf die Ohren bekomme. Das Leipziger Honky Tonk ist mit 130 Bands inzwischen das größte Kneipenfestival Europas, aber auch St. Gallen muss sich mit 37 Bands in 32 Lokalen nicht verstecken! Viel Spaß und die Ohrstöpsel nicht vergessen!

Wer am Samstag früh rechtzeitig aus den Federn kommt, kann gleich mit dem nächsten Festival weitermachen – etwas leiser, aber das ist vielleicht auch ganz gut nach der vielen Musik. Von 9.00 Uhr früh bis 1.00 Uhr nachts kommen Literaturfans bei Literaturfest Wortlaut auf ihre Kosten. An 20 verschiedenen Veranstaltungsorten gibt es Lesungen, Hörspiele, Texte und Musik und sogar die Entstehungsgeschichte eines Bilderbuchs.

Weil ein bisschen Kunst noch niemandem geschadet hat, und etwas Stil sowieso nicht, sei hier noch die Art & Style 2009 empfohlen. Die Messe für internationale Trends in Kunst und Design findet vom 24.-26. April in der Messehalle 3.1 auf dem OLMA-Gelände statt. Über 40 Aussteller zeigen Malerei,  Skulpturen, Möbeldesign, Keramik, Schmuck, Grafik, Fotografie und mehr!  Der Eintritt ist übrigens frei.

Und wem das alles hier zuviel mit Kunst und Kultur zu tun hat, der kann einfach zu den Vorarlberger Nachbarn fahren. In Feldkirch gibt es von Freitag bis Sonntag die Vinobile 2009. Für 15 Euro pro Tag könnt Ihr Weine und Käse degustieren, oder wie sagte gleich meine Arbeitskollegin: “15 Euro zahlen und saufen bis zum Umfallen!”

Schönes Wochenende!

taro

Emotionaler Sonntag

März29

Was tun an einem verregneten Sonntag in SanGalle? Eine Antwort wäre – Frühstück im Bett und einfach liegen bleiben. Aber irgendwie wäre es dann doch schade um den ungenutzten freien Tag.  Eine gute Alternative zum Faulenzen an trüben, kalten Tagen ist ein Besuch im Museum oder einer Ausstellung. Die Räumlichkeiten sind meist gut geheizt und außerdem gibt es was zu sehen;-)

Im Kunstmuseum St. Gallen läuft gerade die Ausstellung “Emotions” des bulgarischen Konzeptkünstlers Nedko Solakov. Da wir uns mit Gegenwartskunst aus Bulgarien überhaupt nicht auskennen, entschieden wir uns, eine Führung durch die Ausstellung mitzumachen. “Emotions” ist die erste große Ausstellung des Künstlers im deutschsprachigen Raum und ein Gemeinschaftsprojekt mit den Kunstmuseen in Bonn und Darmstadt. St. Gallen ist nach Bonn die zweite Station, wo Solakovs Werke präsentiert werden. Rest vom Artikel lesen »

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