Funken-Sonntag
Heute ist meteoroligischer Frühlingsanfang. Und tatsächlich: zumindest die letzten Tage war das Wetter recht sonnig und etwa 10 Grad. Noch ist nicht aller Schnee weggetaut, aber um den Prozess tatkräftig zu unterstützen, gibt es den Funken-Sonntag. Das ist der erste Sonntag nach Aschermittwoch und in der Schweiz eine alte Tradition: Um den Winter zu vertreiben, werden grosse Feuer angezündet und häufig findet man ganz oben auf dem Winter-Scheiterhaufen ausgestopfte Stofflumpen, die “Bööggs“. Diese künstlichen Schneemänner müssen brennen, um der kalten Jahreszeit ein Ende zu setzen.

Im Stadtzentrum von St.Gallen wurde heute ebenfalls wieder ein grosses Feuer gemacht, genauer gesagt auf der Brühl-Wiese vor der Tonhalle . Organisiert wurde das Flammen-Spektakel vom Stadtteil-Verein “Museumsquartier“.
Es fanden sich etwa 300 bis 400 Leute rund um die abgesperrte Wiese ein, die obligatorischen Stände mit der Olmabratwurst waren natürlich ebenfalls vorhanden. Pünklich um 19 Uhr nahmen sich zwei junge Fackelträger unter der Aufsicht eines Feuerwehrmanns den Funken-Haufen vor und entzündeten ringsum die aufgeschichteten Weihnachtsbäume und Bretter.

Schnell brannte der ganze Stapel lichterloh und nach etwa 10 Minuten explodierte der Kopf des Bööggs (je schneller der Böögg den Kopf verliert, desto schöner soll anschliessend der Sommer werden, so sagt man). Nach weiteren 10 Minuten war das Feuer bereits fast herunter gebrannt. Wird als wohl wieder so ein typischer St.Galler Sommer werden


(maro)