Winter und kein Ende
Über das Wetter reden macht ja immer Spaß. Heute muss ich meinem Ärger über den fortwährenden Winter etwas Luft machen. Hach, vor zwei Jahren – was war das schön. Im Februar schon nette Temperaturen, gut die Saison für die Ski-Gebiete im Eimer – aber Frühlingsgefühle! Am ersten April konnte man den ersten Anbader oben auf drei Weieren begucken… Alle Welt redete vom Klimawandel und es würde ja nie wieder vernüftige Winter geben. Letztes Jahr war ein durchwachsener Winter, aber der Klimawandel kommt! Sicher, irgendwann.
Dieses Jahr ist alles anders. Die Finanzkrise sorgt nicht nur seit Monaten für frostige Zeiten auf dem Börsenparkett, nein sie ist sicher auch Schuld am ewig langen Winter (gefühlte 6 Monate!) – gut, dass die Preise für Heizöl im Keller sind, dann würden wir nicht nur darüber jammern, dass unsere Autos falsch parkiert und abgeschleppt werden. Nein, dann hätte der Anstieg der Temperatur in der Wohnstube das sofortige Schrumpfen des Geldbeutels zur Folge. So aber klagt man halt über den beissenden Frost. Schlimmer noch, die Bauern im Appenzeller Land haben überlaufende Güllegruben, las ich heute im Tagblatt. Warum? Weil im Oktober vergessen wurde, nochmal den ganzen Sch… aufs Feld zu fahren (“Kann man ja nicht mit rechnen, dass im November schon Winter ist“). Also, bitte lieber Petrus – beschere uns besseres Wetter, sonst versinkt Appenzell in brauner Brühe und wir gehen von der Winterkälte direkt in die Frühjahrsdepression
(maro)